Standardkunststoffe

Standardkunststoffe machen etwa 80 % der weltweiten Kunststoffproduktion aus. Diese Materialien werden vor allem im Hinblick auf eine günstige Fertigung optimiert.

Sie sind besonders geeignet für Massenanwendungen in der Verpackungs- und der Konsumgüterindustrie, vor allem für optische Zwecke. Ihre mechanischen Eigenschaften liegen deutlich hinter denen der technischen Kunststoffe.

Dennoch besitzen Standardkunststoffe teilweise einzigartige Eigenschaften und machen sie zur ersten Wahl für spezielle technische Anwendungen.

Insbesondere durch die hohe chemische Beständigkeit der Polyolefine (PE, PP) oder die guten Isolationseigenschaften von PVC sind diese Standardkunststoffe geeignet für bestimmte technische Anwendungen.

Rohr- und Behälterbau sind typische Anwendungsbereiche für Standardkunststoffe. Sie werden auch für mechanisch weniger stark belastete Anwendungen oder elektrischen Isolierungen verwendet.

(alle Angaben sind ohne Gewähr)




Verschlusskappe aus PVC


PVC (Polyvinylchlorid)

PVC ist hart und spröde, aber durch Zugabe von Weichmacher und Stabilisierungsmittel kann die Haltbarkeit und die Viskosität von PVC verändert werden; das Material kann auch gefärbt werden. PVC nimmt kaum Wasser auf und ist gegen Säuren, Laugen, Ethanol, Öl und Benzin stabil. PVC wird durch Aceton, Ether, Benzol, Chloroform und konzentrierter Chlorwasserstoffsäure angegriffen. Es ist möglich Verbindungen mit Kleber (Lösungsmittel-Kleber, Zwei-Komponenten-Kleber) oder durch Verschweißen (verschiedene manuelle und automatische Schweißverfahren) zu erzeugen.

optimal geeignet für Behälter und Apparatebau
chemisch resistent
hohe Steifigkeit
UV-stabil und Wetterresistent



    Kunststoff-drehen, Polyethylen, Verschlusskappe aus PVC

    Verschlusskappe aus PE


    PE (Polyethylen)

    PE bietet eine gute Öko-Bilanz. Polyethylen ist resistent gegen Säuren, Basen und weitere Chemikalien. Ein Nachteil von PE ist, dass es nicht bei Temperaturen über 80 °C verwendet werden kann. Nicht-gefärbtes PE ist milchig-trüb. Es fühlt sich an wie Wachs und kann zerkratzt werden.



      Polypropylen Kunststoffbehälter

      Kunststoffbehälter aus PP


      PP (Polypropylen)

      Mit einer Dichte zwischen 0,895 g/cm³ und 0,92 g/cm³ ist PP ist der leichteste aller Kunststoffe. Polypropylen ist das zweite wichtige Kunststoffmaterial mit 20 % Anteil an der Gesamtproduktion. Obwohl Polypropylen relativ ähnlich dem chemischen Aufbau von PE ist, ist es deutlich härter, fester und temperaturstabiler.

      Durch die Glasübergangstemperatur von 0 °C, wird es spröde bei kalten Temperaturen. Die höchsten Betriebstemperaturen liegen zwischen 100 °C und 110 °C.
      Beständig gegen Alkohol, organische Lösungsmittel und Fette.
      Nicht beständig gegen Benzin, Benzol und Kohlenwasserstoffe.
      Geruchlos und sanft zur Haut.
      Geeignet für Anwendungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.
      Physiologisch unbedenklich.



        Polypropylen Kunststoffbehälter

        Frästeil aus PMMA


        PMMA (Polymethylmethacrylat, Plexiglas)

        PMMA ist ein nicht splitternder und leichter Ersatz für Glas (z. B. Schutzbrille, etc.). Die Vorteile im Vergleich zu Glas liegen in der Hälfte der Dichte (ca. 1,2 g/cm3) und der leichteren Verarbeitung. Die Lichtdurchlässigkeit von PMMA ist besser als von normalem Glas. Je nach Material-Typ lässt es ultraviolettes Licht und Röntgenstrahlen durch, jedoch keine Infrarotstrahlung.
        PMMA ist sehr spannungsempfindlich und kann brechen. Aus diesem Grund können Plexiglas-Oberflächen nicht mit Alkohol oder Lösungsmitteln gereinigt werden.

        Sehr gute optische Eigenschaften.
        Sehr hohe Lichtdurchlässigkeit und höchste Brillanz aller Kunststoffe.
        Hohe Steifigkeit und Dimensionsstabilität.
        Langlebigkeit und höchste Kratzfestigkeit aller Kunststoffe.
        Sehr gute Beständigkeit gegen Umwelt-Bedingungen, UV-Strahlung und Abnutzung.